|
| |
 1  4 de-at : freigebig - freigiebig
| Österreichisch : | freigiebig | | Deutsch : | freigebig | | | | Eingereicht von : | Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt)) | | Eingereicht am : | 2009-09-28 13:17:53 | | Verwendung : | - | | | | | Kategorien : | noch keine Kategorie |
| Österreichisches Verzeichnis |
|---|
|
| Kommentare |
|---|
Mein ÖWb [ von Koschutnig am 2009-09-28 13:25:09 ] verweist bei "freigebig" auf "freigiebig" DUDEN West von 1986 und DDR-Duden sowie Warig DWb (1968) führen hingegen "freigiebig" überhaupt nicht an. Auch in den meisten Fremdsprachwörterbüchern ist es nicht zu finden, und wenn es enthalten ist, dann mit Verweis auf "freigebig" [ von Meli am 2009-09-29 13:02:59 ]
Erläuterung: [ von dankscheen am 2009-10-01 15:07:49 ]
Diesen Eintrag habe ich bewertet mit Negativ und möchte gerne eine Begründung dazu geben:
Die Tatsache, dass die Variante Freigiebigkeit nicht in deutschen Standardwerken auftaucht setzt nicht logisch und zwingend voraus im Sprachgebrauch nicht vorhanden zu sein.
Ebenso zeigt eine Übersetzung in deutschen Standardwerken nicht verbindlich an, dass dies umgangssprachlich bzw. Überhaupt genutzt wird.
Werke, wie auch Ostarrichi haben eine Fehlerqoute die zum Beispiel durch schlechte Recherchen, Unkenntnis oder einfaches Hineinkleschen eines Wortes entstehen. Eine reine Internetrecherche ist in vielen Fällen nicht die Quintessenz der endgültigen Wahrheitsfindung.
Zur theoretischen Ausarbeitung eines wertvollen Beitrages gehört die praktische Überprüfung oder auch Umfragen direkt an der Quelle, der deutschen Bevölkerung.
Da mir äußerst viele bekannt sind und ich nach Rückfrage nur verwunderte Gesichter bemerkte, weitete ich meine Recherche auf andere Gebiete aus.
In Regionalchats in allen Bundesländern des Nachbarlandes würde mir ohne jede Einschränkung zugesichert – Freigiebigkeit ist DIE gängige und fast einzige Form der Anwendung.
Standardwerke wie Duden sind in wenigen Punkten wie hier nicht am Puls des Volkes Sprache tätig gewesen und wären wie vieles verbesserungswürdig.
Nachfolgend zur Untermauerung für die häufige Anwendung dieser Variante bekannte deutsche Größen und Einrichtungen:
Johannes Rau – deutscher Ex-Bundespräsident:
hat NRW einmal ironisch verdreht. Zitat: "Hier trifft die Zuverlässigkeit der Rheinländer auf die Leichtigkeit der Westfalen und die Freigiebigkeit der Lipper". Ist der Mann aus dem Lippischen knauserig genug, einen Sparkurs durchzusetzen?
Frank-Walter Steinmeier – deutscher Kanzlerkandidat 2009
Ihr bester Finanzminister aller Zeiten ist freigiebig mit Worten. Oder gefällt Ihnen sein Faible für die große Koalition?
Süddeutsche Zeitung – große Tagespresse
http://www.sueddeutsche.de/politik/18/479507/text/
Im Ausland kämpfende Soldaten könne man nicht mit einem herkömmlichen goldenen Ehrenkreuz ehren - so lautete der Tenor einer Petition aus dem Jahr 2007, die den Anstoß für die Diskussion um das neue Tapferkeitskreuz gab. 5070 Bürger haben sie unterschrieben. Die vorhandenen Auszeichnungen, heißt es darin, würden "zu freigiebig verliehen" und seien deshalb für die Ehrung besonderer Taten ungeeignet.
SPD-Größe der Linksorientierten:
Nahles: Er ist erst mal derjenige, der am wenigsten freigiebig ist, und das ist auch gut so. Das heißt, er hält sich zurzeit zurück. Er ist im Grunde genommen am sichten. Ich gehe davon aus, dass wir noch keine abschließenden Bewertungen von ihm vor Januar nächstes Jahr hören.
Als besonderes Zuckerl – der deutsche Kulturrat! :
http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=841
In der Berliner Zeitung von heute heißt es: „Unseren täglichen Zimmermann gib uns heute. So lautet die Klage manches FAX- und Mail-Empfängers.“
Was sagt uns das? Der Deutsche Kulturrat ist im kulturpolitischen Alltag überaus präsent – und zum Glück nicht nur durch seine Pressemitteilungen. Er kennt keine falsche Scheu vor Fürstenthronen, im Gegenteil: Er teilt freigiebig aus und schenkt ebenso ein.
Institution Kirche:
http://www.unserekirche.de/gesellschaft/aktuell/ein-freund-ein-guter-freund_2498.html
Gott ist verlässlich und freigiebig
Dies sprengt den Rahmen der normalen menschlichen Hilfsbereitschaft. Freundinnen und Freunde können...
Abschließend meine Empfehlung dazu:
Wörter einsetzen, die man(n) kennt, nicht blind auf Theorie vertrauen, praxisnahe Erfahrungen sammeln und nutzen, erkennen dass Internetrecherchen nicht Alles sind und geben.
Sollten sich irgendwelche grammatischen Fehler in diesem Text befinden so bitte ich dies zu entschuldigen bzw. sind sie für bestimmte Personen zur Belustigung gedacht.
[ von Meli am 2009-10-01 20:18:05 ] Anmerkung zu meinem Kommentar: [ von dankscheen am 2009-10-02 07:28:08 ] Dieser bezog sich auf die "Erstvariante" von 2009-09-28 13:25:09.
Da dieser nachträglich geändert wurde, sind die Zusammenhänge nicht mehr stimmig.
Meine Art und Meinung ist es, Kommentare nicht zu ändern um die Entwicklung eines
Wortes / Eintrages gut auch für Andere weiterhin verfolgbar sein soll.
Richtig Meli, Kommentare sollten nicht in dieser Form nachträglich und sinnverändernd "umgeformt" werden. Ein guter Austausch lässt ein Wort wachsen und deckt die Bandbreite der Meinungen besser auf. Mein Eintrag als Beispiel: Koschplkibl zeigt die vielfältige Meinung und ist durch den Bestand der Kommentare in der Urform recht interessant nachzulesen.
[ von Koschutnig am 2009-10-02 20:10:05 ] Der Erstkommentar wurde nicht geändert,
wohl aber zur Klarstellung ergänzt. Von "nachgebig", das Meli einbringt und mir unterschiebt, war nie die Rede. Im Gegenteil: Während das seit Langem in österr. selbstverständliche "freigiebig" sprachgeschichtlich falsch ist, ist "nachgiebig" wie "ergiebig" historisch korrekt. Ist das so schwer zu begreifen?
[ von Koschutnig am 2009-10-02 22:19:42 ] Fakt: Unter "freigiebig" wird (wenn überhaupt enthalten) in deutschen Wörterbüchern auf "freigebig" verwiesen.
Unter "freigebig" verweist mein Österr. Wb. auf "freigiebig"
[ von Meli am 2009-10-02 22:56:08 ] Als ob nicht schon genug gesagt worden wäre ... [ von JoDo am 2009-10-03 09:14:50 ] Synonyme » f » freigebig
Synonyme für:
freigebig
spendabel
gebefreudig, generös, großzügig, hochherzig, mild, mildtätig, nobel, schenkfreudig, verschwenderisch, weitherzig, freizügig, gesellig, großherzig, eine offene hand habend
Bedeutung: gebefreudig | Art: Adjektiv
splendid, kostspielig, allzu großzügig, ausschweifend, allzu gebefreudig, wohltätig, lukullisch, allzu schenkfreudig, großzügig, liederlich, allzu generös, verschwenderisch, allzu freigebig, allzu spendabel
Bedeutung: großzügig | Art: Adjektiv
großgesinnt, kameradschaftlich, nicht kleinlich, uneigennützig, schenkfreudig, einsichtig, entgegenkommend, gnädig, freizügig, mildtätig, duldsam, nachsichtig, anständig, zuvorkommend, hochherzig, kollegial, nobel, gebefreudig, spendabel, verständnisvoll, konziliant, herzlich, nicht engherzig, selbstlos, honorig, aufgeschlossen, edel, gentlemanlike, großherzig, weitherzig, tolerant, gemütvoll, großmütig, kulant
Bedeutung: spendabel | Art: Adjektiv
gesellig, generös, eine offene hand habend, mild
Bedeutung: wohltätig | Art: Adjektiv
aufopfernd, menschlich, idealistisch, edelmütig, karitativ, humanitär, gütig
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/freigebig.php
Synonyme » f » freigiebig
Synonyme für:
freigiebig
Keine Synonyme für freigiebig gefunden.
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/freigiebig.php Was bildet sich der DUDEN überhaupt ein?! sapperlot. [ von JoDo am 2009-10-03 10:45:02 ] http://duden-suche.de/suche/abstract.php?artikel_id=52777&verweis=1&shortname=d8
´Duden-Suche
Suchergebnis für freigiebig in den Überschriften:
0 Treffer in Duden - Deutsches Universalwörterbuch.
Oder meinten Sie: freigebig ? [ von Koschutnig am 2009-10-03 11:43:45 ] Unter "freigiebig" wird (wenn enthalten) in deutschen Wörterbüchern auf "freigebig" verwiesen.
Unter "freigebig" verweist mein Österr. Wb. auf "freigiebig" Wozu die Aufregung? [ von JoDo am 2009-10-05 06:09:20 ] Das verstehe ich nicht: Einer findet was und zitiert es. Ein anderer weiß es besser und tut das kund.
Offenbar liegt da der "Hund" bei der zitierten Quelle begraben, die wollten still und heimlich erzieherisch wirken und eine - gar nicht gebräuchliche - Form in der ihrer Meinung nach richtigen Schreibung nach dem Stammprinzip unters Volk bringen, aber selbiges ist renitent und verweigert diese Belehrung.
Wozu geht ihr also aufeinander los und packt nicht das Übel an der Wurzel? Tja JoDo, genau dies habe ich einleitend... [ von dankscheen am 2009-10-05 07:12:41 ] bei meiner umfangreichen Recherche anklingen lassen. Zitat daraus:
Ebenso zeigt eine Übersetzung in deutschen Standardwerken nicht verbindlich an, dass dies umgangssprachlich bzw. überhaupt genutzt wird.
Der Einträger setzt ja weiter den Kurs fort, den Duden zu zitieren und von einer alleinigen Ö-Form zu reden / schreiben. Da meine Argumente, Recherchen wie deutsche Größen, Institutionen und gar der Kulturrat nicht zählten als Grundstock der Anwendung in Deutschland, habe ich mich schlicht und ergreifend aus der Diskussion entzogen. Meine Meinung über den Duden oder das ÖWB als Vorgaben der realen Sprachanwendung sind sehr differenziert.
Die meist benannten Standardwerke sind Rechtschreibwerke und dienen zumindest für mich nur als reine Informationsergänzung der Sprachverbreitung.
Die Quelle wo der Hund begraben liegt, ist gut erkannt - zumindest von Einigen hier..... Möglicherweise rückt Mancher von der "schwarz-auf-weiß-Theorie" ab und erkennt andere Argumente an. Es gibt ironisch am Rande erwähnt Bücher, in denen mal gar die Erde als Scheibe beschrieben wurde *g und die irgendwann von der Realität überholt wurden. Reinerle [ von JoDo am 2009-10-05 21:50:08 ] bitte ... Angeregt durch die umfangreiche Diskussion: [ von shadow am 2009-10-12 12:44:27 ] Sprache in Österreich-
so ist es auf der Mainpage zu lesen.
Gebräuchliche Sprache Österreichs unter Österreichisch: einzutragen
sollte konsequenterweise ebenso unter Deutsch: die in Deutschland gängige
Form widerspiegeln.
Beispiel „Wissenschafter“ = Ö ist als angeführtes Beispiel ebenso nicht mehr in
dem üblichen Gebrauch. Auch in diesem Falle ist die identische Verwendung in
beiden Ländern so gut wie abgeschlossen.
Eine Übersetzung bzw. Differenzierung als einen Sprachunterschied wäre nicht mehr
als passend zu bezeichnen. Sprache lebt und verändert sich ständig und Standardwerke
sind statisch und oft realitätsfremd.
Duden selbst hat in der langen Tradition als Rechtschreibwerk viele Regeln geändert
und Neuerungen, Verbesserungen vorgenommen.
Deutsches Universalwörterbuch – Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen
Gegenwartssprache ... so tituliert sich dies gerne hier zitierte Werk.
Gegenwartssprache = aktueller Stand der veränderbar ist und sein wird.
Zur Frage wer den Standard einer Übersetzung festlegt, möchte ich gerne noch
eine weitere hinzufügen: Ist Ostarrichi ein statisches Werk mit Festhalten an Begriffen
die theoretisch und ohne praxisnahe Erfahrungen übersetzt werden ?
Oder sollte Ostarrichi ein sich abhebendes Ziel vor Augen haben, dass dynamisch
sich den Gegegebenheiten anpasst und nicht in alten sturen Bahnen verläuft?
Aufwendige Recherche (dankscheen) oder gar direkte Sachkenntnis (meli, Reinerle)
zeigen doch den Weg in der Richtung an, nicht in sturen Bahnen weiter zu wandeln
Aufgrund meiner Rückfragen bestätige ich die Nichtverwendung von freigebig
in D. Im gleichen Verhältnis wie Wissenschafter in Ö nicht mehr als gültig in der
Sprache des Volkes.
Aufgrund der Verbreitung und Nutzung des Eintrages in beiden Ländern ist meine
Beurteilung entsprechend begründet.
Bewertungen anderslautend wären sicher mit einer Kommentierung / Begründung lesenswert und zur weiteren Meinungsbildung von Vorteil.
Eine Diskussion ohne "affige" Argumentationen: [ von Koschutnig am 2011-05-14 17:24:19 ] gibt es auch hier: http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/De/de.etc.sprache.deutsch/2010-03/msg02033.html
Am Tue, 23 Mar 2010 09:20:17 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
Mir war in der alten Heimat (MS, die schönste Stadt Deutschlands) immer
"freigiebig" geläufig, bis ich im Großen Duden las, "freigiebig" stehe
fälschlich für "freigebig".
Auch in der Presse, Literatur und anderen Texten lese ich immer nur
"freigebig", bis ich gestern in "Das Taschenbuch Otto" auf S. 216"
freigiebig" las. Ein Trost in dunkler Zeit.
Ist "freigiebig" in bestimmten Regionen geläufiger als die i-lose
Variante? Wo?
Freigebig und freigiebig [ von JoDo am 2011-12-18 11:09:20 ] Zitat:
21. Oktober 2009 um 13:16 · Autor: Dr. Bopp
Frage
Im CanooNet-Wörterbuch erscheinen die Formen freigiebig und Freigiebigkeit ebenso wenig wie in meinem RS-Duden von 1986, im Warig DWb 1968 [...] oder in verschiedenen PONS-Fremdsprach-Wörterbüchern. Andere Wörterbücher verweisen jedoch unter freigiebig, Freigiebigkeit auf freigebig, Freigebigkeit. Das Wort freigiebig taucht auch im gehobenen Sprachgebrauch Deutschlands bis zu Johannes Rau und dem Deutschen Kulturrat sehr häufig auf und ist auch in der NZZ zu finden [...]. Gilt freigiebig mittlerweile also als hochsprachlich? Wie kam es überhaupt zur Differenzierung nachgiebig, ausgiebig vs. freigebig?
Antwort
Guten Tag Frau K.,
vielen Dank für diese Frage! Sie zeigt nämlich, dass es an der Zeit ist, unser Wörterbuch um zwei Einträge zu erweitern
Das Wort freigiebig und das von ihm abgeleitete Freigiebigkeit galten und gelten bei einigen immer noch als falsch, weil es ausschließlich freigebig heißen dürfe. Wie ist das Wort freigiebig entstanden? Es wurde in Analogie mit ausgiebig und ergiebig gebildet. Diese Wörter gehen aber auf die Verben ausgeben und ergeben zurück (über ausgibig resp. ergibig, dann auch mit ie). Ein Verb freigeben gibt es zwar (zum Beispiel jemandem freigeben, Informationen freigeben), aber bedeutungsmäßig kann freigiebig nicht davon abgeleitet sein. Es kommt nämlich von der Wortgruppe frei geben (ungehindert, gern geben). Da es zu geben kein Adjektiv giebig (mehr) gibt, sei also freigiebig eine falsche Wortbildung. Zumindest so wurde und wird auch heute noch manchmal argumentiert.
Inzwischen ist freigiebig aber – wie Sie selbst auch festgestellt haben – im deutschen Sprachraum so weit eingebürgert, dass man es wirklich nicht mehr als falsch bezeichnen kann. Wir werden deshalb bei der nächsten Datenaktualisierung freigiebig und Freigiebigkeit neben freigebig und Freigebigkeit in unser Wörterbuch aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Bopp
K.
Zitat Ende
http://canoo.net/blog/2009/10/21/freigebig-und-freigiebig/ |
| Beurteilungen |
|---|
2011-08-28 21:22:48(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
 |
|